Mittwoch, 24. August 2016

Und fertig

Gestern abend habe ich den letzten Stich am Binding genäht und heute dann gleich Photos gemacht, so dass ich hier jetzt den fertigen Dessert Time Quilt zeigen kann. Und jetzt, wo er fertig ist, gefällt er mir wieder besser. Mit dem Muster und der Anleitung bin ich zwar immer noch nicht zufrieden, aber immerhin hatte ich große freie Flächen zum Quilten, und das hat viel Spaß gemacht. Und hier ist er... der fertige Quilt.
 
I finally finished the binding yesterday and took some pictures today, so here is the finished Dessert Time quilt. Now that it is done I quite like it again. I am still not happy with the pattern or the instructions but it gave me nice large areas to quilt, and that was a lot of fun. So without further ado... here is the quilt.







Montag, 15. August 2016

Projekt Resteverwertung

Das Dessert Time Top ist inzwischen fertig gequiltet, und ich habe sogar schon das Binding angenäht... ja, ich weiß, ich bin selbst ganz überrascht. Ich muss bloß noch mit der Hand umnähen, dann zeige ich auch ein Bild. Auf Millies Rahmen ist jetzt wieder ein Probestück, und in einem Anfall von Abenteuerlust habe ich mal versucht, Feathers zu quilten. Das habe ich noch nie auf einer Maschine versucht, und ich war ganz freudig überrascht von dem Ergebnis. Klar, sie sind nicht perfekt, das muss ich noch ein bisschen üben, aber ich finde sie für einen ersten Versuch richtig gelungen.
  
 
I finished quilting the Dessert Time quilt, and I have even attached the binding... yes, I know, that's quite a surprise to me too. I just need to finish stitching it down by hand, then I will post a picture. I put another sample piece onto Millie's frame and felt adventurous enough to try some feathers. I have never quilted feathers by machine before and I was quite surprised and happy with my results. I know they are not perfect and I need to practice some more but I think they are quite good for a first try.

In the meantime I noticed that my scraps are starting to pile up again. I don't even know why, I didn't bring that much fabric from Germany, and I haven't exactly done a lot of sewing but they seem to multiply in the drawers. So I have started a desperate (and probably vain) attempt to manage them. First of all, I need a few samples with different kinds of quilting. I will make the same (small) quilt three times and quilt it in different ways. I managed to cut all the pieces for the blocks from my scraps and only bought some fabric for the sashing and border.


In der Zwischenzeit ist mir aufgefallen, dass meine Reste sich schon wieder exponentiell vermehren. Ich weiß gar nicht warum, ich habe aus Deutschland keine Unmengen an Stoff mitgebracht, und viel genäht habe ich in den letzten drei Jahren auch nicht, aber irgendwie vermehren sie sich doch in den Schubladen. Also habe ich mal wieder einen verzweifelten (und vermutlich erfolglosen) Versuch gestartet, das Chaos in den Griff zu bekommen.

Als erstes brauche ich ein paar Probestücke, um verschiedene Arten von Quilten zu zeigen. Also mache ich jetzt den gleichen (kleinen) Quilt dreimal und quilte ihn dann verschieden. Dafür habe ich tatsächlich alle Teile für die Blöcke aus Resten geschnitten, das war schon mal ein Anfang. Stoff gekauft habe ich nur für Sashing und Rand.

And then I started going through all the scraps, and I am cutting them up for half an hour every night now. I am collecting all scrap quilt images that I come across online and that appeal to me, and when I am done cutting, I will start sewing. My quilt guild has a program that donates quilts to local charities, I figure that is a good way to use all my scraps. I always cut the largest size possible and have started cutting for several different projects. The first one is my "go to" pattern for scraps that Renate showed me several years ago. I already made a black, white and dark blue one when we prepared the move to Canada, and I really wanted to downsize my stash. Here is a link to the blue top. And here and here are more patterns that I like. And I had one for really small squares but I can't find it anymore. And I was so sure I saved it! Oh well, I am sure I will find something else for those tiny scraps.


Und dann habe ich begonnen, alle Reste systematisch zu sortieren und zerschneiden, jeden Abend eine halbe Stunde. Und ich speichere mir alle Bilder von Scrap Quilts, die mir gefallen, und wenn ich fertig bin mit Schneiden, dann wird genäht. Meine Quilt Gilde hat hier ein Programm, für das immer Spendenquilts gesucht werden, das ist doch eine gute Verwendung für all die Reste. Ich schneide immer so groß wie möglich und habe mehrere Projekte im Kopf. Als erstes natürlich mein Lieblings-Restemuster, das Renate mir mal vor einigen Jahren gezeigt hat. Das habe ich ja schon in schwarz, weiß und dunkelblau produziert, als wir uns auf Kanada vorbereitet haben und ich meinen Restebestand reduzieren wollte. Hier ist ein Link zu dem blauen Top. Und hier und hier sind noch zwei Muster, die mir gefallen. Und ich hatte auch eins für ganz kleine Quadrate, aber das finde ich nicht mehr. Und ich war mir so sicher, dass ich es gespeichert habe! Naja, ich bin mir sicher, mir wird wieder eins über den Weg laufen, das mir für die ganz kleinen Reste gefällt.

Dienstag, 9. August 2016

Geübt wie verrückt

In der Zwischenzeit habe ich wie verrückt mit Millie geübt und mache gute Fortschritte. Das Arbeiten mit Pantographs fand ich zuerst ziemlich seltsam. Da steht man hinter der Maschine und versucht, die Maschine so zu bewegen, dass ein kleiner roter Laserpunkt sich möglichst akkurat auf der Linie des vorgegebenen Musters bewegt. Auf den Quilt und die Stiche der Maschine schaut man dabei so gut wie gar nicht, daran muss man sich erst mal gewöhnen. Und entsprechend wackelig sah es zuerst auch aus, aber es dauerte nicht lange, und das Stichbild wurde besser. Jetzt muss ich mich nur noch immer sehr darauf konzentrieren, wie und wann ich einen Schritt zur Seite mache, ohne das Quilten zu unterbrechen oder das Muster zu verlieren. Ich habe viele Probestücke gequiltet, zum Glück hatte ich noch jede Menge Bomull im Vorrat, bei jedem habe ich mehrfach verschiedene Muster in verschiedenen Garnfarben übereinander genäht. Und das wurde irgendwann langweilig, also war nun endlich ein richtiges Quilt Top dran.

 
I practiced like crazy with Millie and am quite happy with my progress. I found working with pantographs rather weird in the beginning, standing behind the machine, I needed some time to get used to following the line with a laser not even looking at the stitching. The quilting was a little wobbly at first but I soon figured out what speed to use and where to stop and how to make smooth curves. The only thing I still have to really concentrate on is how to take a step to the side without interrupting my quilting or the pattern. I stitched several muslin practice pieces with several layers of stitching in different thread colours on top of each other, and when I finally got bored with that, I decided it was time to quilt a real quilt.

I finished the Dessert Time top specifically for this purpose. And I have to rant a little about the pattern. It is labeled as "easy", and I agree, looking at the picture it seems to be a simple pattern and I didn't even look at the instructions. But then I couldn't figure out the math to make the borders work. The pattern uses a Jelly Roll, and I couldn't make the strip width work with the centre part of the quilt, so I had to look at the pattern. And I was quite shocked to read that I was supposed to just stitch the strips together and then adjust the seams until the border length fit the quilt. What?? That is a horrible way to add borders to a quilt and can easily lead to frustration about ending up with a quilt that won't lie flat. And it is definitely not a quilt that you can make "in a day" as the pattern suggests. Well, I usually don't use patterns anyway, and this was an excellent example why. But I digress... 


Ich habe dann extra das Dessert Time Top für diesen Zweck fertiggestellt. Und hier muss ich jetzt mal meinen Unmut über die Anleitung loswerden. Es ist als "einfach" eingestuft, und wenn man sich das Bild ansieht, dann scheint es auch ein simples Muster zu sein, und ich habe mir die Anleitung gar nicht angesehen, Half-Square Triangles kann ich auch so :) Aber dann hatte ich Probleme mit dem Rand, der aus einer Jelly Roll hergestellt wird. Mit der vorgegebenen Breite der Streife bekam ich das rechnerisch nicht auf die Reihe, es passte einfach nicht zum Mittelstück, also habe ich in die Anleitung gesehen. Und habe dort mit Entsetzen festgestellt, dass empfohlen wurde, einfach die Streifen zusammenzunähen und dann solange die Breite der Nahtzugaben zu verändern, bis es denn passte. Wie bitte?? Das ist wohl so ziemlich die schlechteste Methode, um Ränder an einen Quilt zu bringen, da ist der Frust über einen Quilt, der nicht flach liegen will, schon mal vorprogrammiert. Und das dann als "easy Quilt in a Day" zu bezeichnen... naja, ich weiß nicht. Aber ich nähe ja nur sehr selten überhaupt nach Anleitungen, und das hat mir mal wieder gezeigt, warum. Aber ich schweife ab...

Das fertige Top habe ich dann auf den Rahmen gebracht und mit dem Quilten losgelegt, ohne detaillierte Planung. Und Millie ist einfach wunderbar! Es ist soviel leichter, die Maschine zu bewegen als das ganze Quilt-Sandwich unter der Nadel herumzuwuchten. Ich wollte kein Pantograph benutzen, für meine privaten Quilts ist das nicht so mein Ding. Also wurde Free Motion Quilting geübt, und ich habe verschiedene Muster ausprobiert. Die meisten von ihnen stammen von Lori Kennedys Seite "The Inbox Jaunt". Lori quilted auf einer normalen Haushaltsnähmaschine, für ihre Muster braucht man keine Longarm, und sie hat tolle Schritt-für-Schritt-Anleitungen mit vielen Bildern. Wer sich gern mit Free Motion Quilting beschäftigen möchte und Stippeln langweilig findet, sollte dort unbedingt mal vorbeischauen. Ich bin inzwischen mit dem Quilt fast fertig, und er ist natürlich bei weitem nicht perfekt, aber ich bin sehr zufrieden.




I mounted the top to the frame and started quilting. And I love, love, love my Millie. It is so much easier to move the machine than pushing the quilt around under the needle. I did not use a pantograph, I wanted to practice my free-motion skills and filled the areas with designs that I mostly found on Lori Kennedy's site "The Inbox Jaunt". Lori quilts on her domestic machine, you don't need a longarm for her designs, and she has step by step instructions. Check out her tutorials if you want to do free motion quilting and are bored with stippling. I am almost done with the quilt and although it is far from perfect, I am quite happy with it.

Montag, 1. August 2016

Millie

Hier hat sich in den letzten zwei Monaten einiges getan. Ende Mai habe ich meinen Job aufgegeben, weil ich mich immer noch nur müde fühlte und dringend eine Pause brauchte. Und die habe ich mir dann im Juni gegönnt, und mittlerweile fühle ich mich sehr viel besser, also war die Entscheidung auf jeden Fall richtig. Einen neuen Job suche ich mir nicht, stattdessen habe ich mein eigenes Gewerbe angemeldet: Ich bin jetzt unter die Longarm Quilter gegangen. Ich habe auch schon seit Jahren Quilts entworfen und Anleitungen geschrieben, aber nie richtig etwas damit gemacht. Damit will ich mich jetzt auch richtig auseinandersetzen, aber im Moment hat die Longarm-Sache Vorrang, und ich bin damit beschäftigt, alles in die Gänge zu bekommen.

Big changes have been happening around here over the last two months. I quit my job at the end of May, I was still very tired and just needed a break. I got a lot of rest during June and am feeling much better now, so that was a good decision. And I am not looking for a new job... instead I decided to set up my own business: I am going to be a longarm quilter. I have also been writing patterns for a long time but never really published anything. This is another aspect I want to tackle, but the longarm quilting is more important right now, and I am working on setting up everything.

I already have the machine, it was delivered about three weeks ago. The seven boxes that came off the truck looked quite intimidating but the assembly wasn't very difficult, the instructions were great and included lots of pictures. And I loved the pink ribbon they put on the sewing head in the factory. Do they know me or what? I have been playing with it every day and practiced a lot, I am quite happy with my progress. I have always loved quilting on my domestic sewing machine, and the longarm machine makes the process much easier. It took a little time to get adjusted to the different way of quilting but it is much easier to learn how to move a longarm machine than learning how to move your quilt around under a domestic machine. I just love my Millie!


Die Maschine habe ich schon seit etwa drei Wochen. Sieben Kisten wurden geliefert, und wir haben alles selbst aufgebaut. Das sah zunächst etwas einschüchternd aus, war dann aber gar nicht so schlimm. Die Anleitung war sehr gut geschrieben und bebildert. Und von der pinkfarbenen Schleife, die sie der Maschine in der Fabrik umgebunden hatten, war ich auch begeistert. Scheinbar kennen sie mich dort gut! Seitdem habe ich jeden Tag geübt und geübt und bin sehr zufrieden. Ich habe ja das Quilten auch mit meiner normalen Nähmaschine schon immer geliebt, und mit einer Longarm geht es so viel einfacher. Zuerst ist es natürlich eine Umgewöhnung, plötzlich die Maschine zu bewegen, aber ich fand, dass es viel einfacher war, das zu lernen. Den Quilt unter der Maschine herumzuschieben und dabei Muster zu erzeugen ist deutlich schwieriger. Ich bin von Millie begeistert!










Dienstag, 26. Juli 2016

Fabric Boxes

Letzte Woche tauchte eine Anleitung für "Stapelbare Stoffkästchen" (auf Englisch) in meinem Newsfeed bei Facebook auf, gepostet von Sabine. Zufällig hatte ich gerade an dem Tag darüber nachgedacht, zum Dollar Store zu fahren und ein paar Körbchen zum Sortieren von Dingen zu kaufen. Als ich die Anleitung sah, dachte ich, das sieht doch besser aus als Plastik made in China, versuche ich das doch mal. Die Boxes sind absolut schnell und einfach zu nähen, das einzige, was ich beim nächsten Mal anders machen würde, ist das Innenleben. Laut Anleitung soll man einfach Volumenvlies verwenden, und wen die runde, etwas lappige Form nicht stört, fährt damit auch gut. Wer aber - wie ich - das Ergebnis lieber eckig und mit etwas Stand hätte, sollte eine festere Einlage zum Stabilisieren verwenden.

 
Last week a tutorial for "Stacking Fabric Boxes" showed up in my newsfeed on Facebook, posted by Sabine. I had just thought that very same day that I needed to go to the Dollar Store to buy some baskets for organizing things. When I saw the fabric boxes, I decided to give them a try, they look much prettier than plastic made in China. They are quick and easy to make, the only thing I would change for the next try is adding some kind of stabilizer. If you are okay with the round floppy form, then the batting the tutorial asks for is just fine. But if you - like me - prefer an actual box shape, then adding a stabilizer should do the trick.

Montag, 18. Juli 2016

Canadian Mystery Quilt - Yukon

Nach mehr als drei Monaten folgt nun endlich der nächste Block des Canadian Mystery Quilt. Diesmal geht es um den Yukon: Eis und Schnee, Berge, ein Elch und Polarlichter. Ich habe gleich losgelegt und den Block zusammengesetzt... es war ganz schön fummelig, die Teile für den schneebedeckten Baum auszuschneiden.


 
After more than three months it is finally time for another Canadian Mystery Quilt block. This time it represents the Yukon: ice and snow, mountains, a moose and northern lights. I unpacked the kit right away and got it done... it was quite a pain to cut out the pieces for the snow-covered tree.

Dienstag, 12. Juli 2016

Fibre Festival

Am Sonntag fand in Kilby ein "Fibre Festival" statt. Das klang interessant, also habe ich mich dort mit einer Freundin getroffen. Und das Wetter spielte auch einigermaßen mit... es regnete jedenfalls nicht... und wir verbrachten dort drei Stunden und sahen uns alles an. Am meisten beeindruckt hat mich der Chilliwack Bobbin Lace Club (Bobbin Lace = Klöppeln). Eine der Frauen am Stand des Clubs kannte ich aus dem Quilt Shop, sie hat auch beim Quilt Projekt für's Fernsehen mitgemacht. Sie heiratet im nächsten Jahr und stellt im Moment jede Menge Spitze für ihren Brautschleier her. Die Chilliwack Spinn- und Webgilde war ebenfalls dort und jede Menge Künstler, die ihre Werke ausstellten und auch Material anboten. Überall Farben und Strukturen, ich wusste gar nicht, wo ich zuerst hinsehen sollte.
 
On Sunday a "Fibre Festival" was held at the Kilby Historic Site. It sounded interesting, so I went with a friend. The weather was nice enough... at least it didn't rain... and we spent about three hours there looking at different things. I was most impressed by the Chilliwack Bobbin Lace Club. One of the presenters was a lady who is also a quilter and was involved in the movie quilt project. She is getting married next year and is currently working on all kinds of lace for her wedding attire. The Chilliwack Spinners and Weavers Guild was also there, and quite a few local artists displayed their work and offered supplies for sale. It was a festival of colours and textures, and I didn't really know where to look first.























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